Dr. Karin Jeggle-Riha

Vorsorgeuntersuchung mit Zuckerbelastungstest

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Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Kohlenhydratstoffwechselstörung, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird.

Die Ursachen des Gestationsdiabetes liegen einerseits an verschiedenen Schwangerschaftshormonen, die zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen (z.B. Östrogen, humanes Plazentalaktogen), andererseits an der Ernährung, die in der Schwangerschaft häufig nicht optimal ist. Die Insulinausschüttung ist zu Beginn der Schwangerschaft eher vermindert, steigt dann aber erheblich an. Dabei gibt die Bauchspeicheldrüse das Insulin um ca. 15 Minuten verzögert in die Blutbahn ab.

Die Auswirkungen eines bestehenden Gestationsdiabetes beeinflussen die Geburt und das Kind. Da die Nährstoffe, u.a. die Kohlenhydrate, über den Mutterkuchen und die Nabelschnur auf das Kind übergehen, reagiert es auf die hohen Blutzuckerwerte mit einer erhöhten Insulinproduktion und baut den Zucker als Fett in den eigenen Körper ein. Hierdurch wird das Kind dicker und größer (Makrosomie). Gleichzeitig produziert das Kind mehr Urin, wodurch die Fruchtwassermenge zunimmt. Dieses sind Risikofaktoren für eine Frühgeburt. Zudem ist die Geburt eines großen Kindes schwieriger als eines Normalgewichtigen.

Patientinnen mit einem Gestationsdiabetes haben deswegen häufiger einen Kaiserschnitt oder eine Entbindung durch eine Saugglocke und einen Dammschnitt. Die Durchblutung im Mutterkuchen ist ebenfalls gestört, was auch zu einer Wachstumsverzögerung des Kindes führen kann. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Kindes kann dann nur durch eine erhöhte Menge an Blutfarbstoff (Polyglobulie) gewährleistet werden. So haben Kinder von Gestationsdiabetikerinnen ein erhöhtes Risiko, mit sehr hohem Blutfarbstoff auf die Welt zu kommen. Hierdurch erhöht sich das Risiko einer Gelbsucht (Ikterus), die durch den Abbau des Blutfarbstoffes nach der Geburt entsteht.

Die Diagnose Gestationsdiabetes kann nur über einen Zuckerbelastungstest erfolgen. Durch eine Behandlung des Gestationsdiabetes lassen sich die damit verbundenen Risiken auf das Risiko einer gesunden Schwangeren senken.

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