Dr. Karin Jeggle-Riha

Krebsabstrich

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Zur gynäkologischen Krebsvorsorge ist es nötig, einen Zellabstrich des Muttermundes und des Gebärmutterkanals (HPV) zu entnehmen. Das Zellmaterial wird mit einer kleinen Bürste genommen und auf ein Glasplättchen aufgetragen. Im Labor wird es dann mikroskopisch untersucht.

Mögliche Veränderungen der Zellen werden in folgende Gruppen unterteilt:

  • PAP I: normales Zellbild
  • PAP II: entzündliche, regenerative, metaplastische oder degenerative Veränderungen, normale Endometriumzellen Pap I und II sind normale Befunde und werden in jährlichen Abständen kontrolliert.
  • PAP III: schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen mit nicht sicher beurteilbarer Dignität (Gutartigkeit) PAP III erfordert eine Entzündungsbehandlung oder Aufhellungsbehandlung mit lokalen Östrogenen sowie eine Kontrolle nach zirka zwei Wochen. Bei anhaltendem Pap III ist eine HPV Virustypisierung sowie die histologische Abklärung mittels einer kleinen Probeentnahme vom Gebärmutterhals durchzuführen. Der histologische Befund entscheidet dann das weitere Vorgehen.
  • PAP IIID: Zellen einer leichten bis mäßigen Dysplasie (Krebsvorstufe CIN1-2); hier ist eine Abstrichwiederholung nach drei Monaten ausreichend; eine histologische Abklärung mittels Probeentnahme ist erst bei wiederholten Auftreten erforderlich. Veränderungen und Krebsvorstufen am Gebärmutterhals sind praktisch immer durch eine Infektion mit HPV Viren bedingt. Da vor allem die Selbstheilung (so genannte Clearence) bei jungen Frauen jedoch sehr hoch ist, kann man bei einer leichten bis mäßiger Dysplasie heutzutage bis zu 1 - 2 Jahre eine mögliche Heilung abwarten, jedoch ist eine 3 - 6 monatige Kontrolle des Abstriches erforderlich. Falls es zu keiner Ausheilung der Veränderung kommt oder eine hochgradige Krebsvorstufe vorliegt, muß jedoch eine Konisation durchgeführt werden.
  • PAP IIIG: Drüsen- oder Stromazellen des Endometriums nach der Menopause mit nicht sicher beurteilbarer Dignität. Bei jungen Frauen erfolgt zunächst eine Probeentnahme; der histologische Befund entscheidet dann über die weitere Vorgangsweise. Nach Eintritt der Menopause erfordert ein PAP IIIG die histologische Abklärung mittels fraktionierter Curettage und Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) um eine Krebsvorstufe oder einen beginnenden Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom) auszuschließen.
  • PAP IV: Zellen einer mäßigen bis schweren Dysplasie oder eines Carcinoma in situ (CIN 2-3). Hier erfolgt auch bei PAP IV zunächst eine Probeentnahme und eine histologische Abklärung, die über die weitere Vorgangsweise entscheidet. Während bei einer hochgradigen Krebsvorstufe (CIN III) sofort eine Konisation durchgeführt werden sollte, kann bei einer CIN II unter dreimonatlichen Kontrollen bis zu einem Jahr eine mögliche Selbstheilung abgewartet werden.
  • PAP V: Zellen eines vermutlich invasiven Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs): Hier erfolgt nach einer Probeentnahme und weiterer Abklärung je nach Ausprägungsgrad eine sofortige Therapie.

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